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Technologie-Artikel

Prüfen der Symbolqualität von 2D Barcodes

Barcode Verifier: Prüfen der Symbolqualität von 2D Barcodes z. B. Data Matrix

2D-Barcodes und -Symbole (z. B. Data Matrix) werden auf Tausenden von verschiedenen Produkten verwendet, um eine zuverlässige Identifizierung, die Bereitstellung wichtiger Wartungsinformationen und die Aufrechterhaltung eines effizienten Produktionsablaufs zu gewährleisten. Eine einwandfreie Lesbarkeit dieser Barcodes und Data Matrix Codes ist von entscheidender Bedeutung. Dies gilt insbesondere für Open-Source-Hersteller, die an anderer Stelle in der Versorgungskette Datamatrix-Symbole anwenden.

Wichtig: Auch ein erfolgreicher Lesevorgang mit einem Barcodescanner ist kein eindeutiger Beweis für einen einwandfreien Code. Nur mit einem Barcode Verifier für Data Matrix Symbole kann die Qualität des gedruckten oder direkt markierten Codes anhand von Parametern geprüft werden, die wiederum durch Prüfungsstandards vorgegeben sind.

Die zwei gängigsten Prüfungstandards sind ISO/IEC 15415 und AS9132A

Im Standard ISO/IEC 15415 sind die Methoden zur Messung, Bewertung und Klassifizierung von 2D-Symbolen festgelegt, die die Markierungsqualität anzeigen. Zudem werden mithilfe dieses Standards mögliche Ursachen für das Nachlassen der Symbolqualität festgestellt.

Im Standard AS9132A sind einheitliche qualitätsbezogene und technische Anforderungen für Data Matrix Codes zur direkten Teilemarkierung auf Metallsubstraten festgelegt. Unter anderem sind im Standard AS9132A folgende Methoden zur direkten Teilemarkierung definiert: Nadelprägung, Laserätzung und elektrochemische Ätzung. Der Standard AS9132A betrifft unmittelbar Hersteller von Komponenten in der Luftfahrtindustrie.

ISO/IEC 15415 – Prüfungsparameter:

Symbolkontrast
Unterschied bei der Reflexion zwischen hellen und dunklen Stellen des Symbols.

Behobene Musterbeschädigung
Bezieht sich auf Beschädigungen in der Ruhezone (Leerraum rund um den Strichcode) sowie beim Finder („Finder Pattern“) und beim Taktmuster („Clock Pattern“). Fehlende Elemente oder Verzerrungen bei diesen Mustern beeinträchtigen unter Umständen merklich die Lesbarkeit.

Axiale Ungleichförmigkeit
Abweichung entlang der Hauptachsen des Symbols.

Rasterungleichförmigkeit
Bezieht sich auf die Zellenabweichung von den theoretischen oder „idealen“ Gitterkreuzen zu den durch den Algorithmus für die Referenzdekodierung definierten Gitterkreuzen.

Modulation
Misst die Fähigkeit, zwischen hellen und dunklen Elementen zu unterscheiden.

Ungenutzte Kapazitäten für Fehlerkorrektur
Die Kapazitäten zur Behebung von Fehlern, die nach Anwenden der
Fehlerbehebungsalgorithmen zur Wiederherstellung eines beschädigten oder unzureichend
modulierten Symbols verbleiben.